Nein zu mehr Sonntagsarbeit

Nein zum Angriff auf den Detailhandel

Nein zur Umgehung des Volkswillens

Darum sagen die Sozialpartner Nein am 27. September

Hofläden dienen als Vorwand, um das Luzerner Ruhetags- und Ladenschlussgesetz (RLG) massiv aufzuweichen. Die Folgen sind mehr Sonntags- und Nachtarbeit, zusätzlicher Druck auf den lokalen Detailhandel und schlechtere Arbeitsbedingungen für das Verkaufspersonal

Shoppen bald rund um die Uhr?

Tankstellenshops wären künftig nicht mehr an eine Tankstelle gekoppelt. Statt eine Zapfstelle für Benzin reichen vier Schnellladestationen für Elektroautos, damit ein Laden von 5 bis 22 Uhr öffnen darf – auch sonntags. Für das betroffene Personal bedeutet das mehr Einsätze am Sonntag, frühmorgens und spätabends. Der gemeinsame freie Sonntag ist wichtig für Familien, Freundschaften, Vereine und Erholung. Er darf nicht schrittweise wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Wir wollen keine 24-Stunden-Gesellschaft.

Detailhandel schwächen?

Geschäfte ohne Personal würden bevorzugt und ihre Öffnungszeiten massiv ausgedehnt. Davon profitieren vor allem Grossverteiler. Wer auf Beratung setzt und Lernende ausbildet, verliert. Das gefährdet Arbeitsplätze und schwächt die Berufsbildung. Anonyme Container mit ausländischer Billigware würden einem Hofladen gleichgestellt. Das stärkt weder die regionale Landwirtschaft noch den lokalen Detailhandel bringt aber unfaire Konkurrenz und Mehrverkehr.

Volksentscheide umgehen?

Das heutige Angebot an Einkaufsmöglichkeiten am Sonntag und spätabends ist ausreichend. Die Luzerner Bevölkerung hat längere Ladenöffnungszeiten mehrfach deutlich abgelehnt. Das gilt es zu respektieren: Nein heisst Nein.

Stimmen zur RLG-Revision:

«Die Kundschaft wünscht sich eine kompetente und persönliche Beratung – Verkaufscontainer bieten das Gegenteil. Und sie bilden auch keine Lernenden aus.»

«Da im Detailhandel schon am Samstag gearbeitet wird, ist der freie Sonntag umso wichtiger. Schützen wir ihn!»

«Volksentscheide gilt es zu respektieren. Nein zur Ausweitung der Öffnungszeiten und der Salami-Taktik der Totalliberalisierer!»

«Es gibt bereits genug Einkaufsmöglichkeiten am Sonntag. Wir brauchen nicht noch mehr Sonntagsarbeit!»

«Dorf- und Quartierläden sind wichtige soziale Treffpunkte und können nicht durch Automaten und anonyme Container ersetzt werden.»

«Ein Container mit ausländischen Discountwaren ist kein Hofladen – würde aber von denselben Privilegien profitieren.»

Bei der RLG-Revision wurde das Fuder wurde überladen - sagen auch Sie

Nein zu mehr Sonntagsarbeit

Nein zum Angriff auf den Detailhandel

Nein zur Umgehung des Volkswillens

Nicht schon wieder: NEIN zur Ladenöffnungs-Zwängerei!

Unter dem Vorwand, Hofläden zu legalisieren, wird das Luzerner Ruhetags- und Ladenschlussgesetz (RLG) massiv aufgeweicht. Die Sozialpartner des Detailhandels wehren sich gegen mehr Sonntags- und Nachtarbeit, zusätzlichen Druck auf lokale Läden und schlechtere Arbeitsbedingungen für das Verkaufspersonal. Es braucht eine Lösung für unsere Hofläden, doch die Liberalisierungsbefürworter haben das Fuder klar überladen. Dabei hat die Luzerner Stimmbevölkerung längere Ladenöffnungszeiten mehrfach klar abgelehnt. Der Volkswille wird nun durch die Hintertür umgangen – das darf nicht sein!

NEIN zu mehr Sonntags- und Nachtarbeit

Besonders stossend ist die massive Ausweitung der Tankstellenshops. Um als Tankstelle zu gelten, muss man künftig gar kein Benzin mehr verkaufen. Vier Steckdosen als Schnellladestationen für Elektroautos genügen. So könnten zahlreiche bestehende Läden künftig auch am Sonntag und abends geöffnet werden: von 5 Uhr bis 22 Uhr – sieben Tage die Woche. Das bedeutet mehr Sonntags- und Nachtarbeit sowie zusätzlichen Abendbetrieb für das Verkaufspersonal. Einkaufen Tag und Nacht führt hin zu einer 24-Stunden-Gesellschaft. Gemeinsame Ruhezeiten, Zeit für Familie, Vereine und Erholung geraten immer stärker unter die Räder.

Der gemeinsame freie Sonntag ist ein hohes Gut. Wir sollten ihn nicht mit unnötigen Liberalisierungen weiter aushöhlen. Zudem hat die Luzerner Stimmbevölkerung längere Ladenöffnungszeiten mehrfach klar abgelehnt. Die Kundinnen und Kunden wollen keine schleichende Liberalisierung und keinen Einkauf rund um die Uhr. Die unehrliche Salamitaktik der Befürworter, die am liebsten gar keinen geregelten Ladenschluss mehr hätten, ist respektlos gegenüber der Luzerner Bevölkerung. Volksentscheide müssen respektiert werden!

NEIN zur Missachtung des Volkswillens

NEIN zur Schwächung des lokalen Detailhandels

Statt einer pragmatischen Lösung für Hofläden – diese kommen im Gesetzestext gar nicht mehr vor – bringt die RLG-Reform zudem neue Sonderregelungen für unbediente Verkaufscontainer und sogenannte Shop-in-Shop-Lösungen. Davon profitieren vor allem Grossverteiler und Anbieter automatisierter Verkaufsmodelle. Das Nachsehen haben die lokalen Fachgeschäfte, Quartierläden und Dorfläden, die auf persönliche Beratung, ausgebildetes Personal und Lehrstellen setzen.

Gerade in ländlichen Gebieten sind Dorfläden weit mehr als reine Verkaufsorte. Sie sind soziale Treffpunkte und wichtige Arbeitgeber. Wer Personal beschäftigt, Lernende ausbildet und Verantwortung übernimmt, gerät mit dieser Vorlage zunehmend unter Druck. Wer auf Automaten und Selbstbedienung setzt, wird belohnt. Das gefährdet Arbeitsplätze und schwächt die Berufsbildung.

NEIN zum Angriff aufs Verkaufspersonal

NEIN zu anonymen Verkaufscontainern und Mehrverkehr

Aber auch die Luzerner Hofläden bekommen Konkurrenz in Form «Selbstbedienungsgeschäften» mit ausländischer Billigware. Auf die für Hofläden übliche Beschränkung auf lokal produzierte Lebensmittel haben die Liberalisierungsbefürworter bewusst verzichtet. Ein Container mit ausländischen Discountwaren ist kein Hofladen – würde aber von denselben Privilegien profitieren. Die Verkaufscontainer belasten den lokalen Detailhandel ähnlich wie das zunehmende Online-Shopping. Der zusätzliche Verkehr zu den Containern findet dann aber auf unseren Strassen und nicht im Internet statt.

Die Sozialpartner des Detailhandels wollen faire Wettbewerbsbedingungen, starke lokale KMU, Arbeitsplätze und Lehrstellen im Kanton Luzern sowie persönliche Beratung statt anonyme Verkaufscontainer. Wir stehen für den Schutz von Sonn- und Feiertagen und gegen eine weitere Entgrenzung der Arbeitswelt. Unsere Hofläden verdienen eine bessere Lösung ohne schädliche Nebenwirkungen.

Eine bessere Lösung ist möglich

Sagen auch Sie

Neinzu mehr Sonntagsarbeit

Nein zum Angriff auf den lokalen Detailhandel und das Personal

Nein zur schleichenden Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten

Fragen zur RLG-Revision:

Die Vorlage ist ein Angriff aufs Verkaufspersonal und seine Arbeitsbedingungen. Einerseits profitieren Läden, die das Verkaufspersonal wegsparen von längeren Öffnungszeiten. Andererseits bringen die neuen Tankstellenshops (an denen es gar kein Benzin geben muss) mehr Sonntagsarbeit und längere Arbeitstage – nicht aber einen besseren Lohn.

Dorfläden und der klassische Detailhandel setzen auf Kundenkontakt und Beratung. Dorfläden sind soziale Treffpunkte. Anonyme Verkaufscontainer sind das Gegenteil – dennoch werden sie mit dem neuen Gesetz gefördert. Das Beispiel Burgrain zeigt, dass es mehrere Container braucht, um rentabel zu sein. Das können nur Grossverteiler stemmen. Auch die viel längeren Öffnungszeiten der «Tankstellenshops» bei Ladestationen können nur grössere Läden bewältigen. Den Kleinen fehlt das Personal für so lange Öffnungszeiten. Längere Öffnungszeiten schaden den Kleinen und nützen den Grossen.

Der Detailhandel leidet unter der Kaufkraftkrise der Bevölkerung. Steigende Mieten und Krankenkassenprämien fressen einen Grossteil des Monatsbudgets weg. Nur weil die Läden länger geöffnet sind, haben die Kundinnen und Kunden nicht mehr Geld zur Verfügung. Umgekehrt steigen bei längeren Öffnungszeiten die Kosten – Grossverteiler können dies mit Schichtbetrieb (und mehr Druck auf das Personal) stemmen, die Detaillisten haben das Nachsehen.

Die Sozialpartner des Detailhandels haben sich dafür eingesetzt, dass Hofläden nicht dem Ruhetags- und Ladenschlussgesetz unterstellt werden. Leider kommen die Hofläden nun im Gesetz gar nicht vor. Sie werden gleichgesetzt mit unbedienten Verkaufscontainern, welche künftig die Hofläden konkurrenzieren werden. Die Befürworter lehnten es explizit ab, eine Sonderlösung für die Landwirtschaft einzuführen. Das führt nun dazu, dass sich die Legalisierung der bisherigen Praxis bei Hofläden verzögert. Ein Nein öffnet die Tür für eine bessere Lösung ohne unnötige Liberalisierung.

Die Luzerner Kundinnen und Kunden haben längere Ladenöffnungszeiten mehrfach an der Urne abgelehnt. Das gilt es zu respektieren. Denn nur ein kleiner Teil der Kundschaft möchte am Sonntag und spätabends einkaufen. Die bestehenden Angebote am Luzerner Bahnhof und an Tankstellen reichen aus, um diese Nachfrage abzudecken. Auch bei einem Nein würden diese Angebote bestehen bleiben. Das Referendum wehrt sich gegen die zusätzliche Ausdehnung der Öffnungszeiten und der Sonntagsarbeit. Denn die erfahrenen Detaillisten und Detaillistinnen kennen die Kundenbedürfnisse besser als die Liberalisierungsturbos.

Unterstützen Sie unser Anliegen

Unterstützen Sie unsere Kampagne mit einer Spende.

Wir hätten lieber eine schnelle Lösung für die Hofläden gehabt als zum x-ten Mal ein Referendum ergreifen zu müssen. Unterstützen Sie unseren Einsatz für den lokalen Detailhandel und das Personal. Mit einem wuchtigen Nein verhindern wir auch künftige Liberalisierungsschritte. Danke für Ihre Unterstützung!

Spendenkonto:
IBAN: CH82 0077 8010 0010 5040 6
zu Gunsten Detaillistenverband Kanton Luzern
6003 Luzern
Zahlungszweck: RLG 2026 LU